Die Laasower Feuerwehr

Bevor sie gegründet wurde musste noch jeder fähige Mann im Dorf (Frau auch ?) bei einem Brand löschen helfen.

Graf Alfred von Pourtalès hat den ganzen Wirtschaftshof neu erbauen lassen, da er wiederholt von Feuersbrünsten heimgesucht wurde. Im Jahre 1876 verbrannte sämmtliches Vieh.

In dieser Zeit wird man wohl auch den alten Spritzenwagen angeschafft haben. Diese alte Spritze gehörte dem Guts- und dem Gemeindebezirk gleichermaßen.
Bis zum Jahre 1928 war sie noch in Betrieb, wurde dann aber auf Grund zu großer Mängel ausgemustert.

Um 1900 war der Stellmachermeister Friedrich Nowka der Spritzenmeister. Am 02. Dezember 1907 legt dieser das Amt nieder. Es wird nun sein Sohn, der Stellmachermeister Ernst Nowka, zum Spritzenmeister gewählt.

Eine kleine Anekdote aus dieser Zeit:

Nach 1900 brannte die Brennerei beim Gastwirt Wagner. Ganz in der Nähe stand auf dem Grundstück von August Brodda (heute Buder) eine alte, baufällige Strohscheune.
Nach den Löscharbeiten sagte Max Lindenberg zu August Brodda: "Am besten die Strohscheune mit weg."
Er hält ein Feuerzeug an die Scheune: "August, soll ich !?!"
Antwort: "Nein, Herr Pfarrer!"
Die Scheune war nicht versichert.



Im Zuge der Zusammenlegung von Gemeindebezirk und Gutsbezirk wurde am 16.10.1928 die Freiwillige Feuerwehr Laasow gegründet.

Gründungsfoto 1928
unten liegend:
links Paul Brese, rechts Wilhelm Perl

1. Reihe von links:
Wilhelm Jurischka, August Munitzk, Horst Montua, Ernst Winzer, Ernst Nowka, Paul Tartz

2. Reihe von links:
Wilhelm Juhran, Paul Lehnigk, August (?) Buder, Willi Wagner, Willi Lehnigk, Wilhelm Noack, Berthold Raak, Walter Redlich, Wilhelm Petersdorf, Wilhelm Giedow, Alfred Bergholz, Arnold Bergholz, Redlich, Friedrich Roblick, Fritz Skadow, Wilhelm Fussan, Adolf Nowka, Hans Geritz, August Paulick

3. Reihe von links:
Redlich, Herbert Kernke, August Glinsk, Botto, Gustav Richter, Kurt Brese, Paul Redlich, Kernke, Willi Brese





Der erste Oberführer der Laasower Feuerwehr war Horst Montua. Später folgten Ernst Winzer und Wilhelm Juhran.

Sofort nach der Gründung der FFW bekam Laasow eine fabrikneue Spritze. "Man hatte sich gar nicht richtig getraut, sie anzufassen." (W. Redlich)
Dann kam eine zweite, gebrauchte Spritze der Firma E.C. Flader aus Jöhstadt/Sachsen dazu.


Handspritze

Das ist die Spritze, die heute noch vorhanden ist. Die "nagelneue" Spritze war im sogenannten "alten Backhaus" untergestellt, rechts hinter dem ehemaligen Tagelöhnerhaus in Richtung Schloss. Die andere war auf dem Gutshof untergestellt.



Im Jahre 1929 faste man den Entschluss, ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen. Es sollte Platz für beide Spritzen bieten.
Der Architekt Paul Strach aus Cottbus wurde mit der Bauplanung beauftragt. Am 19.11.1929 war der erste Entwurf fertig, die Baukosten wurden dabei auf ca. 3000 RM veranschlagt. In den folgenden Jahren wurde mit einigen Firmen verhandelt, um die Baumaterialien möglichst günstig zu bekommen.
Zum Bau des neuen Spritzenhauses kam es erst im Sommer 1933.


Das Spritzenhaus

Nun standen die Spritzen dort. Bis mindestens 1940 waren beide noch vorhanden. Als 1948 Wilhelm Redlich aus der Kriegsgefangenschaft zurück kam, war die "neue" Spritze nicht mehr vorhanden. (von den Russen mitgenommen ?)

Es verging nur kurze Zeit, da hatte die neue Wehr schon kräftig zu löschen:

Am Sonntag den 2. Oktober 1932 wurde in Laasow auf dem Gutshof eine größere Feuerwehrübung durchgeführt, wobei auch die Wehren aus Tornitz, Wüstenhain, Casel, Reddern, Ogrosen und Missen beteiligt waren.

Im Dezember 1938 ist das 10jährige Bestehen der FFW-Laasow im Gasthaus Wagner groß gefeiert worden.
Alle umliegenden Wehren waren eingeladen. Der Saal war so brechend voll, dass fast keine Tanzfläche mehr vorhanden war. Auf der Bühne wurde durch einige Laasower Kameraden das Stück "Ede und Lude bei der Feuerwehr" aufgeführt.
Zu dieser Zeit waren ca. 40 Männer in der Feuerwehr.





Mit ZT 300 und TS 8 beim Ausscheid in Missen 1987



Im Jahre 1990 bekam die Freiwillige Feuerwehr Laasow von der FF Lörrach einen dort ausgemusterten TLF 16/25 auf Mercedes-Benz Basis geschenkt. In diesem Zusammenhang wurde auf dem Gutshof ein alter Traktorschuppen als Fahrzeughalle notdürftig hergestellt.
Im Jahre 1998 erfolgte eine Modernisierung des Gebäudes. Es entstand ein separater Versammlungsraum sowie sanitäre Einrichtungen.
Ende der 90iger Jahre bekam Laasow von der Stadt Vetschau einen TLF16 auf Basis des W50 LA/A, da die Löschtechnik des Mercedes einen größeren Defekt hatte und ein wichtiges Ersatzteil nicht zu beschaffen war.

Technik:
   
TS 8 mit Anhänger


   
TLF16 auf Basis des W50 LA/A Baujahr 1983


Am Freitag den 26. März 2010 war der Ordnungsamtsleiter Frank Schulz mit einer Abordnung von Vetschauer und Laasower Feuerwehrleuten in Luckenwalde, um ein nagelneues Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 in Empfang zu nehmen. Nach baulichen Erweiterungen am Depot und ausgiebigen Schulungen an der neuen Technik steht das Fahrzeug nun der Laasower Wehr zur Verfügung.

Gegenwärtig besteht die Freiwillige Feuerwehr Laasow aus 27 Kameraden und 5 Kameradinnen.


Ortswehrführer: Lars Wonneberger
Stellvertreter:   Bernd Bloch

 

    Firefighter
     ...ein Spiel um im Training zu bleiben.
    (Für das Spiel wird der Macromedia Shockwave-Player benötigt)