Die ehemaligen Besitzer des Rittergutes Laasow


von Zabeltitz

Von 1500 bis 1604 gehörte das Rittergut der Familie von Zabeltitz. Wahrscheinlich auch schon einige Zeit davor.

"Im Jahre 1500 werden die 5 Brüder: Sivert, Christoph, Heinrich, Nikolaus und Otto von Czabeltitz, die sich unter den Mannen befinden, welche dem Churfürsten Joachim I. die Huldigung leisten, mit Laß (Laasow), Kalkwitz und Galen belehnt, wie es ihre Eltern mit allen Rechten besessen hatten." (Georg Schmidt, 1888,  "Die Familie von Zabeltitz")
Benisch von Zabeltitz (nach Georg Schmidt ein Sohn von Otto) erscheint zum ersten Mal im Jahre 1527 als Besitzer von Laasow (Urkunde im Cottbuser Stadtarchiv). Er starb im Jahre 1564 (Leichenstein in der Kirche Laasow). 1567 wurde Peter von Zabeltitz, ein Sohn des Benisch, mit Laasow belehnt. Er starb wohl schon kurz danach, denn in einer Calauer Urkunde vom 15.12.1570 werden nur noch seine Brüder: Abraham, Georg, Christoph und Melchior "zum Loß" genannt.
Ab dem Jahr 1575 werden nur noch Abraham, Georg und Christoph genannt. Georg war der eigentliche Besitzer von Laasow, er war mit Ursula von Ullersdorf vermält. Sein Bruder Abraham saß auf Peitzendorf und Christoph auf Ogrosen. In einem Schriftstück aus dem Jahre 1585, welches sich im Turmknauf befindet, wird Georg von Zabeltitz als Patron der Laasower Kirche genannt. Er starb am 27.10.1601 in Laasow. (Leichenstein in der Kirche) Er hatte keine männliche Nachkommen, denn 1602 wurden die Söhne seiner Brüder mit Laasow belehnt. Von diesen verkaufte

von Burgsdorff


Abraham von Zabeltitz Laasow am 29.01.1604 an Weichmann von Burgsdorf zu Ratstadt.  Der trat das Gut kurz darauf seinem Schwiegervater Franz von Schapelow ab, dem er 8000 Thaler schuldete.

von Zabeltitz

Von ihm erwarb das Gut Laasow am 29.9.1611 Christoph von Zabeltitz aus Casel.

von Stutterheim

Schon im Jahre 1619 verkaufte er es wieder an Alexander Christoph von Stutterheim, Kriegskommissar der Niederlausitz. Nach seinem Tod 1636/37 übernahmen die Söhne Hans Otto und Alexander Christoph das Gut. Hans Otto trat seine Hälfte des Gutes mit dem Rittersitz am 22.9.1651 für 3100 Gulden an seinen Bruder Alexander Christoph ab, der nun alleiniger Besitzer war. Hoher Schulden wegen überließ er 1663 die von seinem Bruder erworbene Hälfte von Laasow der Kirche zu Cottbus für die Dauer von 12 Jahren, konnte sie aber nicht wieder einlösen.

von Theler

1683 erwarb diese Wolf Caspar von Theler aus Wohla. Er hatte schon am 24.10.1682 die andere Hälfte von den Erben  Alexander Christophs für 2400 Thaler gekauft. Nun war Laasow wieder in einer Hand. Wolf Caspar starb am 24.4.1684 (Sein Epitaph steht in der Kirche zu Obergersdorf bei Elstra / Oberlausitz).
In dem Erbteilungsvertrag vom 21.8.1684 zwischen seiner Witwe und den Kindern wurde Laasow mit 6300 Thalern veranschlagt. Erbe des Gutes wurde zunächst sein Sohn Christian Ulrich. Dieser starb bereits im Oktober 1694 mit 15 Jahren und 9 Monaten in Budapest, wahrscheinlich im Kriegsdienst. Nun fiel Laasow an seinen Bruder Hans Conrad von Theler (Grabstein in der Kirche) und nach 1717 an dessen Sohn Wolf Christoph.

von Muschwitz

Eva Katharina von Muschwitz, geborene von Stutterheim, kaufte 1730 das Gut Laasow. Sie war die Ehefrau des Oberamtsregierungsrats und Konsistorialdirektors der Niederlausitz, Curt Ehrenreich von Muschwitz.Ihr verdanken wir sozusagen das weithin sichtbare "Wahrzeichen" von Laasow. Im Jahre 1734 ließ sie einen neuen Kirchturm, damals noch mit Holzschindeln gedeckt, errichten. Der alte Turm wurde schon Jahre zuvor vom Sturm umgeworfen. Die Nachkommen verkauften das Gut

von Schmettau

um 1774 an Frau Geheimrat Friederike Wilhelmine von Schmettau. Sie war die Tochter Friedrich Wilhelms Freiherr von Schmettau auf Stück, königlich dänischer Geheimrat, Generalleutnant, Ritter des Danebrog-Ordens und Gesandter in Schweden, und der Anna Margarethe Brand, Oberhofmeisterin der königlichen Kinder in Dänemark, Dechantin des Stifts Valloe.

Graf zu Lynar

Im Jahr 1816 ging Laasow an Heinrich Ludwig Graf zu Lynar auf Ogrosen. Die Separation zwischen Gutsherrschaft und Bauerngemeinde fand im Jahre 1839 statt.

von Pourtalès

Am 13.7.1842 kaufte es der Graf Ludwig (Louis) von Pourtalès, Präsident des Staatsrats von Neuenburg (Neuchâtel/Schweiz). Er wurde 1814 in den preußischen Grafenstand erhoben. Nach seinem Tode im Jahre 1848 erhielt das Gut sein Sohn Graf Ludwig August von Pourtalès. Dieser übergab es noch zu Lebzeiten im Jahr 1855 seinem Sohn Graf Jaques Alfred von Pourtalès. Dieser ließ 1856 das neue Herrenhaus westlich vom Gutshof und die Parkanlage errichten.

Stich von Alexander Duncker ca. 1875-77

Laasow erbte dann sein Sohn Graf Carl Alphons von Pourtalès, Leutnant der Reserve im zweiten Garde-Dragoner Regiment und Kammergerichtsreferendar. Am 28. März 1900 wurde Graf Alphons von Pourtalès einstimmig zum Landrat des Kreises Calau gewählt. Auf seine Veranlassung wurde im Jahre 1912 begonnen, die Dorfstraße von der Ogrosener Chaussee bis zur Bahnstation Eichow mit Pflastersteinen zu befestigen.
Im Jahre 1930 wurde das Gut Laasow an die Ilse-Bergbau-Aktiengesellschaft verkauft.

Stempel vom Rittergut

Rittergutsverwaltung
Laasow N.L.
Kreis Calau Bahnstation Eichow