Das Erbbegräbnis der Familien von Pourtalès-Thielau


"Was suchet Ihr den Lebendigen unter den Todten ?"



Das Erbgrab befindet sich in der nördlichen Parkanlage, der so genannten Schäferheide.
Die erste Beisetzung erfolgte im Jahre 1871. Insgesamt befinden sich dort 8 Gräber und eine Gedenktafel.

Im Auftrag von Graf Jaques Alfred von Pourtalès schuf der Künstler Bernhard Afinger 1857 den knieenden Auferstehungsengel aus Marmor. Bis zur Errichtung des Familiengrabes in der Schäferheide war der Engel im südlichen Kirchenanbau, unter den Patronatslogen, untergebracht.



Aufnahme um 1885



Eine verkleinerte Kopie aus Zinkguß befindet sich auf dem Grab seiner 1. Ehefrau, Gräfin Anna von Pourtalès, geb. von Paschwitz, in Ogrosen. Anna von Paschwitz (1834-1851) ist hier bei der Geburt ihrer Tochter gestorben.



Aufnahme um 1900



Folgende Gräber befinden sich auf dem Friedhof:

 

Graf Carl von Pourtalès Major im 5. Garde Rgt. z. F. geb. 11.11.1867 in Laasow gefallen und beerdigt am 21.10.1914 bei Duxmuiden (Gedenkstein)


 

Walter
Graf Pourtalès

geb. 18. März 1863
zu Laasow
gest. 7. Sept. 1880
Rudolph
Graf von Pourtalès
geb. 10. Juni 1859
zu Laasow
gest. 23. Jan. 1871
Alfred
Graf Pourtalès

auf Laasow
geb. 18.März 1824
zu Neuchatel 25. Aug. 1889
Sophie
Gräfin Pourtalès

geborene von Thielau
geb. 20. April 1835
zu Dolzig
gest. 15. Juni 1897

 

 

Ada
Gräfin Pourtales

geb. 28.Juli 1857
zu Laasow
gest. 17. April 1889
Lina
Gräfin Pourtalès

geborene von Gaertner geb. 7. April 1868
zu Castel
gest. 9. Juni 1914
in Berlin
Katharina
Gräfin Pourtalès

geborene von Loeper
geb. 5. Januar 1860
gest. 31. August 1940
(ohne Grabstein)

 

Alphons
Graf Pourtalès

auf Laasow
geb. 6. Januar 1861
gest. 22. Okt. 1930

 



letztes Begräbnis im August 1940:

Die Gräfin Katharina von Pourtalès, geborene von Loeper, Ehefrau des Grafen Alphons von Pourtalès (ehem. Landrat des Kreises Calau) wurde als letzte der Familie auf dem Erbfriedhof in der Schäferheide beigesetzt. Es wurde kein Grabstein aufgestellt.



Obwohl die Grabanlage auch noch zu DDR-Zeiten gepflegt wurde, ging die Zeit nicht spurlos an dem Denkmal vorrüber. Ende der 50iger Jahre wurden der Engelsfigur die Flügel abgerissen und die Hände abgeschlagen.



Das Denkmal 1988



Der Engel wurde vor ein paar Jahren von unbekannten Randalierern gänzlich vom Marmorsockel gestürzt, wobei der Kopf abriss.

Im Jahre 2007 wurde die Statue vom Landesamt für Denkmalspflege restauriert und steht jetzt etwas geschützter in der Kirche in Laasow.