Der ehemalige Tagebau Gräbendorf

Alle folgenden Angaben wurden der Informationsbroschüre der LMBV
"Tagebau Gräbendorf 1981-1992" entnommen.

Tagebau Gräbendorf: Eimerkettenbagger Tagebau Gräbendorf: Schaufelradbagger
- 1979 Beginn der bergmännischen Erschließung der Lagerstätte

- 1980 Beginn der Feldesentwässerung

- 1981 Beginn der Aufschlußbaggerung (Mächtigkeit des Deckgebirges: 20-45m)

- 1984 Beginn der Kohleförderung

- 1992 Beendigung der Abraumbewegung und der Kohleförderung

Flözmächtigkeit: Kohlebänke 1 und 2 gesamt ca. 7,8 Meter; Kohlebank 3 ca. 2,7 Meter

Flächeninanspruchnahme: Tagebaubereich 481,4 ha - Außenkippe 353,2 ha

Ortsinanspruchnahme: Orte Gräbendorf, Laasdorf und Teile der Orte Casel, Reddern und Laasow

Gesamtleistung: Abraumbewegung 126,8 Mio. Kubikmeter - Kohleförderung 36,0 Mio. Tonnen

Qualitätsparameter der Rohkohle: Heizwert 8100 kJ/kg - Aschegehalt 25% - Wassergehalt 53%

Rohkohle-Hauptabnehmer: Kraftwerke Lübbenau / Vetschau - Gaskombinat Schwarze Pumpe - Brikettfabriken der Lausitz

Landschaft nach dem Bergbau

Der zukünftige Tagebausee eignet sich besonders für ein attraktives Erholungsgebiet. Es sind aber auch Bereiche für den Biotop- und Artenschutz reserviert.

Das Nord- und Westufer sowie teilweise auch der südliche Restlochbereich sollen vorrangig dem Tourismus und der naturnahen Erholung dienen. Im nordöstlichen und südwestlichen Randgebiet entstehen Badestrände.
Am Ostufer bleibt ein Bereich von ca. 300m als Steilküste erhalten. Hier können sich im Zusammenhang mit den vorhandenen Inseln und Halbinseln Uferschwalben und Wasservögel ansiedeln. Die Randgebiete des zukünftigen Sees werden bepflanzt.

Auf der Insel soll sich eine ungestörte naturnahe Vegetation entwickeln können.
Trockengelegte Gräben sollen ihre Funktion zurückerhalten und ehemals wertvolle Feuchtgebiete wieder vernässen.
Es ist z.B. die Verbindung Greifenhainer Fließ (Kzschischoka) - Heideteiche - Park Reddern - Restsee wiederhergestellt worden.

Zur Zeit wird das riesige Restloch des Tagebaues geflutet. Das Wasser dazu wird aus der Spree über eine 13 km lange Rohrleitung herangeführt. Im Jahr 2004 wird der Wasserstand bei +67,5 mNN seinen Endpegel erreicht haben. Die Wasserfläche beträgt dann ca. 470 ha.
Flutung

Wenn man aufmerksam hinschaut kann man sehen, daß sich die Natur so langsam wieder zurückmeldet.